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PM 14.01.16: Restrukturierung der elumatec-Gruppe erfolgreich abgeschlossen - Verkauf an Investor eröffnet neue Perspektiven für Unternehmen und Gläubiger

Mannheim/Mühlacker, 14. Januar 2016. Die Restrukturierung der elumatec-Gruppe ist erfolgreich abgeschlossen. Mit dem jetzt durchgeführten Verkauf an die italienische Cifin-Holding eröffnen sich für den international führenden Hersteller von Maschinen für die Bearbeitung von Aluminium-, Kunststoff- und Stahlprofilen neue Entwicklungsperspektiven. Gleichzeitig wird für die Gläubiger ein weitaus besseres Ergebnis möglich, als dies zu Beginn des Insolvenzverfahrens vor zweieinhalb Jahren realistisch erschien.

 

Unter dem Dach der italienischen Cifin-Holding aus Modena wird künftig die elumatec Gruppe zusammen mit der Emmegi-Gruppe das neue Branchenschwergewicht. Zusammen bringen es die Unternehmen nun auf einen weltweiten Umsatz von ca. 225 Mio. Euro.

 

Außergewöhnliches Sanierungskonzept

Mit der Transaktion findet bei elumatec ein außergewöhnliches Sanierungskonzept seinen erfolgreichen Abschluss. Dabei stand das 1928 gegründete Traditionsunternehmen im Juli 2013 kurz vor dem Aus, als es aufgrund von drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen musste. Unter der Verantwortung des Insolvenzverwalters der damaligen elumatec GmbH und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden der elumatec AG, Tobias Hoefer, und der bereits zuvor engagierten Restrukturierungsexpertin und heutigen Vorstandsvorsitzenden der elumatec AG, Britta Hübner, gelang es jedoch mit Unterstützung der Gläubiger das Unternehmen wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

 

Grundlage war dabei ein mit den Restrukturierungsberatern der Andersch AG erstelltes Sanierungskonzept, das mit dem nun erfolgten Verkauf erfolgreich gemeinsam umgesetzt wurde. Neben der strategischen Neuausrichtung sah das Konzept auch die Optimierung von Produktionsabläufen und Materialwirtschaft, die weitere Entwicklung neuer Produkte sowie die Verbesserung von Marketing und Service vor. Der entscheidende Unterschied zu anderen Sanierungskonzepten bestand jedoch in der treuhänderischen Übertragung des bisher in der GmbH geführten operativen Betriebs sowie der Tochtergesellschaften auf die elumatec AG. Dem Insolvenzverwalter Tobias Hoefer gelang es dabei frühzeitig, die Gläubiger von diesem bis dato ungewöhnlichen Vorgehen zu überzeugen, so dass das Konzept zum Jahresbeginn 2014 umgesetzt und die von der Cornelius Treuhand gehaltene elumatec AG nur kurze Zeit nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens an den Start gehen konnte.

 

Durch diese für elumatec gefundene Lösung wurden negative Auswirkungen auf den operativen Geschäftsbetrieb sowie Einschränkungen durch das Insolvenzverfahren von vorne herein vermieden. Ebenso wichtig war es, dass der Vorstand für Vertrauen bei Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern sorgte.

 

In der Folge konnte elumatec operativ wieder mit voller Kraft eigenständig auf dem Weltmarkt agieren. Kunden und Lieferanten hatten mit der AG wieder einen starken Geschäftspartner, der voll durchfinanziert auf einer soliden Basis stand. Schon zu ihrem Start verfügte die elumatec AG über eine gute Liquiditätsausstattung und eine Eigenkapitalquote von über 90 Prozent. Die Geschäftszahlen verbesserten sich dann sukzessive weiter. Auch die rund 700 Arbeitsplätze konnten so gesichert werden.

 

Modellfall mit Vorteilen für alle Beteiligten

Gleichzeitig ermöglichte dieses Modell die Vorbereitung und Durchführung eines strukturierten M&A-Prozesses ohne Zeitdruck. Dies sowie die fortlaufende, durch die Andersch AG begleitete Restrukturierung optimierten die Verkaufsbedingungen und damit die Chancen für die Gläubiger, einen sehr hohen Gegenwert für ihre Forderungen zu erhalten. Gesteuert wurde der gesamte Prozess über eine Treuhandgesellschaft, die von der Cornelius Treuhand und deren Geschäftsführer, dem Restrukturierungsexperten Alfred Hagebusch geführt wurde. Die wesentliche Verantwortung lag dabei bei Tobias Hoefer als Insolvenzverwalter und Treugeber. Alle Schritte und Maßnahmen wurden eng mit dem Gläubigerausschuss abgestimmt.

 

Die Entscheidung des Gläubigerausschusses zum Verkauf an Cifin fiel einstimmig. Vorausgegangen war dem ein vom Team der Cornelius Treuhand, der Vorstandsvorsitzenden Britta Hübner und mit Unterstützung der Andersch AG mit großer Effizienz gemanagter Investorenprozess, der zuletzt mit vier Interessenten intensiv durchgeführt worden war.

Aufsichtsratsvorsitzender und GmbH-Insolvenzverwalter Tobias Hoefer erklärt dazu: „Unsere mit Zustimmung der Gläubiger getroffene Entscheidung, bei elumatec einen außergewöhnlichen und nachhaltigen Weg in der Sanierung zu gehen, erweist sich angesichts des erzielten Ergebnisses heute als richtig. Seit dem Start der elumatec AG haben sich der Unternehmenswert und damit auch der Gegenwert für die Gläubiger im Insolvenzverfahren kontinuierlich erhöht. Die Gläubiger erhalten jetzt einen höheren Gegenwert, als er in allen anderen vorstellbaren Situationen des Insolvenzverfahrens zu erwarten gewesen wäre. Selbst unsere auf Basis des Sanierungskonzepts getroffene ursprüngliche Einschätzung einer 30prozentigen Befriedigungsquote wird weit übertroffen. elumatec ist damit ein Modellfall für eine geglückte Sanierung.“

 

Mit der neuen Eigentümerstruktur sind künftig für elumatec zudem wieder mehr Investitionen in die Standorte, in Auslandsgesellschaften, in die Erschließung neuer Märkte und in neue Produkte möglich. Die Übernahme durch Cifin bietet eine nachhaltige Perspektive für den Standort Mühlacker und die Mitarbeiter dort sowie für die gesamte elumatec-Gruppe.

 

Weitere Informationen:

Die elumatec AG ist ein internationaler Marktführer bei der Herstellung von Maschinen für die Bearbeitung von Aluminium-, Kunststoff- und Stahlprofilen. Mit einer umfangreichen Produktpalette deckt das Unternehmen das gesamte Anwenderspektrum vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum industriellen Profilbearbeiter ab. Maßgeschneiderte und modulare Maschinenkonzepte ermöglichen dabei für alle Kundengruppen jederzeit flexible und individuelle Branchenlösungen. Das Unternehmen mit Hauptsitz im schwäbischen Mühlacker wurde 1928 gegründet, hat Tochtergesellschaften und Händler in über 50 Ländern und erwirtschaftete 2014 mit über 700 Mitarbeitern weltweit einen Konzernumsatz von nahezu 120 Mio. Euro.

 

Die Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme – Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter ist mit neun Standorten bundesweit tätig und auf Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert. Tobias Hoefer ist einer der namhaftesten deutschen Insolvenzverwalter und verfügt über eine besondere Expertise bei der Sanierung von Unternehmen aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen und Sanierungen von Tobias Hoefer zählen die international tätigen Konzerne AKsys und Robert Sihn (Automobilzulieferer) sowie ATS (Felgenhersteller), Friedmann-Stahl, Livingston Electronic Services, der Instrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth sowie der Internationale Club e.V. Baden-Baden (Galopprennsport). Zuletzt gelang Hoefer auch die Sanierung der NDT Systems & Services AG und der SH+E Gruppe. Als Eigenverwalter im Vorstand konnte er zudem die Sanierung der centrotherm photovoltaics AG erfolgreich abschließen.

 

Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Pressekontakt

Sebastian Brunner

Unternehmenskommunikation

Telefon: 0175/5604673

E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de



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