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PM 31.03.14: Geschäftsbetrieb bei Einzelfirmen der insolventen SH+E GROUP läuft wieder rund

Gute Resonanz bei der Investorensuche und hoch motivierte Mitarbeiter

Grafenhausen/Stuttgart, 31. März 2014. Einen Monat nach dem Insolvenzantrag der SH+E GmbH und ihrer Tochtergesellschaften läuft der Geschäftsbetrieb in den Einzelfirmen wieder rund. „Wir haben mit Kunden und Lieferanten eine gute Basis gefunden, auf der wir die Fortführung aufbauen können. Erfreulicherweise konnten fast alle Aufträge gehalten werden. Damit haben wir genügend Beschäftigung für die Mitarbeiter und können auch wieder Liquidität erwirtschaften“, fasste der vom Amtsgericht Waldshut-Tiengen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Sanierungsexperte Tobias Hoefer von der Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme in einer ersten Zwischenbilanz zusammen. Alle Firmen seien weiter voll handlungs- und funktionsfähig.

 

Hoefer und seine Kollegen Rechtsanwalt Stefan Meyer von der Kanzlei MEYER Rechtsanwälte Insolvenzverwalter in Münster/Lübbecke (für H+E Packtec, die LimnoTec Abwasseranlagen und die LimnoTec Bioenergieanlagen GmbH) sowie Prof. Dr. Lucas Flöther von der Kanzlei Flöther-Wissing in Dresden (für H+E S-Tec) sind mit der bisherigen Entwicklung bei den Gesellschaften seit den Insolvenzanträgen am 19. Februar zufrieden. „Es ist uns gelungen, die Lage an den einzelnen Standorten zu stabilisieren. Die Arbeit an - 2 - den Projekten ist in Gang, die Leistungserbringung hat sich normalisiert.“

 

Nach dem ersten „Insolvenz-Schock“ hat sich insbesondere auch die Stimmung bei den Mitarbeitern wesentlich verbessert. „Viele sind regelrecht erleichtert und empfinden diese Phase als Befreiung, weil die vorher festellbare Lähmung in Entscheidungsprozessen überwunden ist. Die Mitarbeiter haben jetzt die Gewissheit, dass die Quersubventionierung innerhalb des gesamten Firmenverbundes gestoppt ist und ihre Arbeit wieder direkt in den Erfolg der einzelnen Firma fließt. Dies hat zu einer völlig neuen Motivation bei den Mitarbeitern geführt“, so die Betriebsratsvorsitzende Barbara Jerger von Hager + Elsässer.

 

Abgestimmtes Konzerninsolvenzverfahren bewährt sich

Bereits gut bewährt hat sich nach Einschätzung der vorläufigen Insolvenzverwalter das von Hoefer initiierte „abgestimmte Konzerninsolvenzverfahren“. Die einheitliche Besetzung der Gläubigerausschüsse, die den vorläufigen Insolvenzverwaltern als Beratungs- und Kontrollorgan zur Seite stehen, und die direkte Abstimmung zwischen Hoefer, Meyer und Flöther beschleunigten die Entscheidungen über die Betriebsfortführung. Gleichzeitig können die Einzelfirmen jedoch weiter Synergien nutzen, die bislang im Teilkonzern SH+E gegeben waren.

 

„Es hat sich dabei auch gezeigt, dass es von Vorteil ist, die Einzelfirmen so weit wie möglich eigenständig agieren zu lassen, weil dies auch von Kundenseite so gewünscht wird. Das Geschäft läuft effektiver und so kann auch für die Gläubiger eine Wertmaximierung erreicht werden“, betont Hoefer.

 

Die auf diesem Weg begonnene Entflechtung des SH+E Konzerns wird auch von potenziellen Investoren positiv gesehen. „Wir haben - 3 - bislang eine sehr erfreuliche Resonanz bei der Investorensuche. Die zielt jedoch mehr auf die einzelnen Betriebe als auf die SH+E Gruppe als Ganzes“, so Hoefer.

 

Derzeit werden bereits erste Gespräche geführt, noch vor Ostern sollen auch schon erste unverbindliche Angebote vorliegen, auf deren Basis dann die Verhandlungen mit einzelnen Interessenten weiter geführt werden sollen.

 

Neben der SH+E GmbH hatten deren operative Tochtergesellschaften STULZ-PLANAQUA GmbH, Hager + Elsässer GmbH, STULZ GTA GmbH, H+E PACKTEC GmbH, H+E PROTEC GmbH, H+E S-Tec GmbH sowie die LimnoTec Abwasseranlagen GmbH am 19. Februar Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Bei der SH+E Gruppe sind in Deutschland knapp 700 Mitarbeiter beschäftigt. Die Hauptstandorte sind Grafenhausen (119 Mitarbeiter), Stuttgart (190 Mitarbeiter), Bonndorf (53 Mitarbeiter), Ahaus (65 Mitarbeiter) sowie Nettelstedt (55 Mitarbeiter), Bremen (50 Mitarbeiter) und Dresden (52 Mitarbeiter).

 

Die SH+E GROUP ist einer der größten Anlagenbauer in Deutschland und gehört zu den international führenden Anbietern in den Bereichen Wasser, Energie, Verpackungs- und Prozesstechnik. Die Gruppe mit Hauptsitz in Stuttgart realisierte bereits Projekte in über 160 Ländern. Seit Gründung hat die SH+E GROUP ihre Gesamtleistung im In- und Ausland kontinuierlich erhöht. Der Exportanteil stieg in den letzten Jahren deutlich. Diese Entwicklung wird durch den gezielten Ausbau von Auslandsgesellschaften weiter unterstützt.

 

Die Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme ist mit neun Standorten bundesweit tätig und auf Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert. Tobias Hoefer ist einer der namhaftesten deutschen Insolvenzverwalter und verfügt über eine besondere Expertise bei der Sanierung von Unternehmen aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Zu den bekanntesten - 4 - Insolvenzverwaltungen und Sanierungen von Tobias Hoefer zählen die international tätigen Konzerne AKsys und Robert Sihn (Automobilzulieferer) sowie ATS (Felgenhersteller), Friedmann-Stahl, Livingston Electronic Services, der Instrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth sowie der Internationale Club e.V. Baden-Baden (Galopprennsport). Zuletzt gelang Hoefer auch die Sanierung der NDT Systems & Services AG und der elumatec Gruppe. Als Eigenverwalter im Vorstand konnte Tobias Hoefer zudem die Sanierung der centrotherm photovoltaics AG erfolgreich abschließen.

 

Die Kanzlei MEYER Rechtsanwälte I Insolvenzverwalter hat auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung und dort insbesondere im Bereich der Sanierung von Unternehmen langjährige Expertise. An den Bürostandorten Berlin, Hannover, Lübbecke, Münster und Osnabrück werden von den hoch qualifizierten Rechtsanwälten (Fachanwälten), Steuerberatern und Betriebswirten zudem bundesweit Beratungsmandate in den Bereichen Restrukturierung und Sanierung / Erwerbsprozesse im insolvenznahen Bereich übernommen. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen und Sanierungen von Stefan Meyer zählen der Handball Bundesligist TuS Nettelstedt, die international aufgestellte CordimaElvo AG (Textilindustrie), Krause Ringbuchtechnik; Liberty Damenmoden (Mode-Filialist 130 Filialen) und die MAG METZ Gruppe (Kfz-Handel, 500 Mio. € Gruppenumsatz). Zuletzt wurde Stefan Meyer als Sachwalter im bundesweit agierenden Bauunternehmen Schäfer Bauten GmbH bestellt.

 

Flöther & Wissing Rechtsanwälte sind seit mehr als zehn Jahren auf dem Gebiet des Zivilrechts und des öffentlichen Rechts, insbesondere des Wirtschaftsrechts, tätig. An gegenwärtig neun Standorten beschäftigt sich die Kanzlei vor allem mit der Insolvenzverwaltung. Flöther & Wissing Rechtsanwälte gehören im Bereich der Insolvenzverwaltung zu den führenden überregional tätigen Kanzleien Deutschlands.

 

Medienkontakt

Sebastian Brunner
Unternehmenskommunikation
Telefon: 0175/5604673
E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de



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