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PM 22.04.14: Erfolg für Anwaltsallianz und Gläubiger: Hauptinsolvenzverfahren für Kiener-Fonds von British Virgin Islands nach Deutschland verlegt

Tobias Hoefer auch zum Insolvenzverwalter für K 1 Fonds bestellt

Berlin/Zürich/Aschaffenburg, 22. April 2014. Großer Erfolg für die Gläubiger des wegen Anlagebetrugs verurteilten früheren Hedgefonds-Managers Helmut Kiener: Eine internationale Anwaltsallianz, bestehend aus den Kanzleien Dr. Fischer & Partner aus Zürich sowie Dr. Späth & Partner aus Berlin, hat mehr als vier Jahre nach der Insolvenz der K1-Fonds erreicht, dass das Hauptinsolvenzverfahren von den British Virgin Islands nach Deutschland verlegt wird. Die beiden Kanzleien vertreten aktuell Anleger mit einem Schadensvolumen im zweistelligen Millionenbereich allein bei K 1 Global Ltd.

Auf Antrag der beiden Kanzleien bzw. zweier Mandanten dieser Kanzleien wurde das Insolvenzverfahren im Fall K 1 Global Ltd. zwischenzeitlich vom Amtsgericht Aschaffenburg eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde wie vorgeschlagen Rechtsanwalt Tobias Hoefer von der Kanzlei Hoefer Schmidt-Thieme bestellt, der bereits das Insolvenzverfahren über das Vermögen des inhaftierten Fondsinitiators Helmut Kiener betreibt. Hoefer führt seit 30. Mai 2011 das Hauptinsolvenzverfahren nach der Europäischen Insolvenzverordnung (EUInsVO) in Sachen Kiener. Er ist mit dem Fall daher bestens vertraut, so dass seine Bestellung auch im Interesse der Gläubiger des K 1 Fonds liegt.

 

Gemäß Artikel 4 der EuInsVO kommt in dem Verfahren jetzt deutsches Recht zur Anwendung. Das Verfahren wird gem. Art. 102 § 3 EGInsO in Verbindung mit Art. 3 EuInsVO, § 3 Abs. 1 InsO, vom Insolvenzgericht Aschaffenburg als Hauptinsolvenzverfahren geführt. Das vorher auf den British Virgin Islands betriebene Insolvenzverfahren ist laut Amtsgericht Aschaffenburg gem. § 343 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2, Satz 1 In-sO nicht anzuerkennen.

 

Rechtsanwalt Tobias Hoefer hierzu: „Für die Gläubiger bedeutet das einen entscheidenden Vorteil. Denn in der Konsequenz können nun die Verwertung wie auch die Ansprüche aller Gläubiger gebündelt an Insolvenzgerichten nach deutschem Recht effizient abgearbeitet werden.“

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Walter Späth von Dr. Späth & Partner: „Wir sehen die von uns beantragte Verlegung des Hauptinsolvenzverfahrens von den Virgin Islands nach Deutschland als großen Erfolg für die Gläubiger von K1 Global und versprechen uns eine wesentlich bessere Erfolgsquote der Gläubiger, hierdurch die Insolvenzmasse deutlich zu erhöhen. Wir haben bereits deutliche Hinweise auf Vermögenswerte auf Mallorca gefunden, die den Gläubigern von K1 Global zustehen könnten, und sogar auf Geldverschiebungen nach Südamerika, die wir dem Insolvenzverwalter gerne zur Verfügung stellen werden.“

Rechtsanwalt Prof. Dr. Daniel Fischer betont: „Es ist davon auszugehen, dass sich die Situation der Anleger für die Durchsetzung weiterer Werte massiv verbessert hat. Zusätzlich sind die Anleger durch die Mitarbeit eines Prozessfinanzierers massiv gestärkt.“

 

Erste Gläubigerversammlung für K 1 Fonds am 2. Juni

Im Verfahren des K 1 Fonds hat Insolvenzverwalter Tobias Hoefer bereits mögliche Anfechtungsansprüche in Höhe von mehreren Millionen Euro ausfindig machen können.

Schon im Zuge des Hauptinsolvenzverfahrens über das Vermögen von Helmut Kiener hatte Hoefer alle aktuellen und potenziellen Vermögenswerte im In- und Ausland für die Gläubiger gesichert.

Insolvenzgläubiger des K 1 Fonds können ihre Forderungen noch bis zum 02. Mai 2014 beim Insolvenzverwalter schriftlich anmelden. Eine erste Gläubigerversammlung findet am Montag, 02. Juni 2014, um 10.00 Uhr im Amtsgericht Aschaffenburg statt.

 

Der Diplom-Psychologe und „Hedgefonds-Manager“ Helmut Kiener wurde im Juli 2011 wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von zehn Jahren und acht Monaten verurteilt. Das Landgericht Würzburg sah es als erwiesen an, dass Kiener rund 5000 Anleger und zwei Großbanken über Jahre hinweg mit einem Schneeballsystem um mehr als 300 Millionen Euro gebracht hatte.

 

Weitere Informationen:

Die Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme ist mit neun Standorten bundesweit tätig und auf Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen und Sanierungen von Tobias Hoefer zählen die international tätigen Konzerne AKsys und Robert Sihn (Automobilzulieferer) sowie ATS (Felgenhersteller),

Friedmann-Stahl, Livingston Electronic Services, der Instrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth sowie der Internationale Club e.V. Baden-Baden (Galopprennsport). Zuletzt gelang Hoefer auch die Sanierung der NDT Systems & Services AG und der elumatec Gruppe. Als Eigenverwalter im Vorstand konnte Tobias Hoefer zudem die Sanierung der centrotherm photovoltaics AG erfolgreich abschließen.


Seit dem Jahr 2002 berät die Rechtsanwaltssozietät Dr. Späth & Partner bundesweit Privatanleger und institutionelle Investoren in allen Bereichen des Bank-, Kapi-talmarkt- und Insolvenzrechts sowie im Bereich des Immobilienrechts. Die Kanzlei hat ihren Hauptsitz in Berlin und unterhält eine Zweigstelle in Hamburg. Im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts steht dabei die Vertretung geschädigter Anleger bei diversen Kapitalanlagemodellen im Vordergrund, wie z.B. bei Aktien, geschlosse-nen Immobilienfonds, diversen Zertifikaten (z.B. Lehman-Zertifikate), Lebensversicherungsfonds, Hedgefonds, Schiffsfonds, Schrottimmobilien. Weiterer Schwerpunkt sind Unternehmens- und Mittelstandsanleihen in der Krise oder Insolvenz.

 

Die Kanzlei Dr. Fischer & Partner wurde 1979 von Prof. Daniel Fischer in Bern gegründet und verfügt über weitere Büros in Zürich und Zug. Das Advokaturbüro Fischer & Partner war von Anfang an international ausgerichtet und ist heute eine der führenden Kanzleien für internationales Wirtschaftsrecht und grenzüberschreitende Rechtsangelegenheiten im deutschsprachigen Raum.

 

Für nähere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Insolvenzverwalter

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hoefer Schmidt-Thieme Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Wermbachstr. 19

63739 Aschaffenburg

 

Medienkontakt

Sebastian Brunner
communications+consulting
Telefon: 0175/5604673
E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de



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