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PM 13.12.13: Neustart als AG zum 1. Januar 2014 : elumatec lässt Insolvenzverfahren hinter sich

Gläubiger machen Weg frei für Umsetzung des Zukunftskonzepts

Geschäftsbetrieb und notwendiges Vermögen auf AG übertragen

Neue elumatec ist durchfinanziert und verfügt über Eigenkapitalquote von über 90 Prozent

Nahtloser Übergang

Mühlacker-Lomersheim, 13 Dezember 2013. elumatec lässt das seit Juli 2013 laufende Insolvenzverfahren nun endgültig hinter sich. Der weltweit führende Hersteller von Maschinen für die Bearbeitung von Kunststoff-, Stahl- und Aluminiumprofilen, wird zum 1. Januar 2014 als „elumatec AG“ neu starten. Zu diesem Datum überträgt Insolvenzverwalter Tobias Hoefer den laufenden Geschäftsbetrieb zusammen mit den notwendigen Vermögensgegenständen von der „alten“ elumatec GmbH auf die elumatec AG. Dafür erhält er als Interessenvertreter der Gläubiger treuhänderisch alle Anteile an der neuen Gesellschaft, die bereits ab dem dritten Quartal 2014 wieder schwarze Zahlen schreiben soll.

 

 

„Durch diese Lösung kann elumatec wieder mit voller Kraft und ohne Belastungen aus der Vergangenheit eigenständig auf dem Weltmarkt agieren. Kunden und Lieferanten haben damit wieder einen starken Geschäftspartner, der voll durchfinanziert ist, keinen aus dem Insolvenzverfahren resultierenden Einschränkungen mehr unterliegt und wieder auf einer soliden finanziellen Basis steht. Gleichzeitig erhöhen sich damit der Unternehmenswert und die Chancen für die Gläubiger, einen möglichst hohen Gegenwert für ihre Forderungen zu bekommen“, fassen Insolvenzverwalter Tobias Hoefer und elumatec-Geschäftsführerin Britta Hübner die entscheidenden Vorteile der Lösung zusammen.

 

 

elumatec schon 2014 wieder auf Wachstumskurs – nachhaltige Gewinne ab 2015 erwartet

 

In den vergangenen Wochen wurden im Zuge des laufenden Sanierungsprozesses bei elumatec die Strukturen optimiert, Kapazitäten angepasst, das Produktportfolio kritisch überprüft und neue Funktionen und Services für Kunden aufgebaut. elumatec konnte so auch während des Insolvenzverfahrens seine Position als Weltmarktführer verteidigen.

 

Gleichzeitig wurde jedoch auch in Gesprächen mit internationalen Kunden und Geschäftspartnern deutlich, dass es schwer für diese ist, dauerhaft mit einem Unternehmen zusammen zu arbeiten, das einem Insolvenzverfahren unterliegt. „Deshalb haben wir nach einem Weg gesucht, elumatec so schnell wie möglich aus dem Insolvenzverfahren heraus zu führen, eigenständig zu erhalten und zugleich den Betrieb so fortzuführen, dass es keine Einschränkungen, Friktionen oder Unterbrechungen im laufenden Geschäft gibt. Die Lösung für all diese Fragen ist der Neustart als AG“, so Hoefer und Hübner gestern bei einer Mitarbeiterversammlung.

 

Hoefer und Hübner zeichnen auch verantwortlich für das Zukunftskonzept, das gemeinsam mit einem Team der auf die Begleitung von mittelständischen Unternehmen in Krisensituationen spezialisierten Beratungsgesellschaft Andersch AG entwickelt wurde. „Wenn man weiß, wo das Unternehmen am Anfang stand, nämlich kurz vor dem Abgrund, dann sind die jetzt bereits in der Sanierung erzielten Erfolge außergewöhnlich. Das Geschäft läuft stabil und wenn die Restrukturierung weiter nach Plan greift, dann wird elumatec bereits 2014 wieder wachsen“, betont Tammo Andersch, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft, die auch die Umsetzung des Zukunftskonzepts weiter begleitet.

 

Nach dem aktuellen Stand der Planung kann die elumatec AG mit einer strategischen Neuausrichtung (neue Produkte, Stärkung Vertrieb, verbesserte Performance der Tochtergesellschaften und Niederlassungen, Professionalisierung des Servicegeschäfts) bereits 2014 die Ergebniswende schaffen und ab 2015 wieder nachhaltig profitabel wachsen.

 

AG-Lösung im Interesse von Gläubigern, Kunden und Lieferanten

 

Das Zukunftskonzept und die intern wie extern bereits sichtbaren, ersten Erfolge in der Umsetzung haben auch die Gläubiger im laufenden Insolvenzverfahren der elumatec GmbH überzeugt. Die Gläubigerversammlung stimmte deshalb vor wenigen Tagen der vorgelegten Planung für die Fortführung einstimmig zu.

 

Damit haben die Gläubiger nicht nur den Weg frei gemacht für die „neue elumatec“, sondern sie sind über eine treuhänderisch von Insolvenzverwalter Tobias Hoefer geführte Beteiligungsgesellschaft auch aktiv als Aktionäre eingebunden. Die elumatec AG wird so schon zum Start über eine gute Liquiditätsausstattung und eine Eigenkapital-Quote von über 90 Prozent verfügen.

 

Erst vor wenigen Tagen hatte elumatec auch bekannt geben können, dass im Zuge der Sanierung des Geschäfts­betriebs weit mehr Arbeitsplätze erhalten werden können, als zunächst vorgesehen. Mit dem Wechsel von 46 Mitarbeitern in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, wo sie für zwölf Monate und zu 80 Prozent ihrer Nettobezüge weiter beschäftigt und qualifiziert werden können, sind die notwendigen Personalanpassungen abgeschlossen. Künftig werden am Standort Mühlacker-Lomersheim weiterhin mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt sein, weltweit sind es über 700.

 

„Der neue Schwung der elumatec AG wird sich auch in einem neuen Corporate Design wider spiegeln, mit dem wir uns bereits bei den ersten Fachmessen des Jahres 2014 präsentieren wollen“, kündigte Britta Hübner an.

 

Über die elumatec GmbH:

Als Hersteller von Maschinen für die Bearbeitung von Kunststoff-, Stahl- und Aluminiumprofilen deckt die elumatec GmbH das gesamte Anwenderspektrum vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum industriellen Profilbearbeiter ab und bietet maßgeschneiderte Lösungen für die unterschiedlichsten Kundengruppen. Darüber hinaus kann dank modularer Maschinenkonzepte die Produktionsausrüstung flexibel an das Unternehmenswachstum angepasst werden. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz im schwäbischen Mühlacker-Lomersheim wurde 1928 gegründet, hat Niederlassungen bzw. Vertretungen in über 40 Ländern und erwirtschaftete mit weltweit 720 Mitarbeitern zuletzt einen Konzernumsatz von rund 130 Mio. Euro. www.elumatec.com

 

Über die Kanzlei HoeferISchmidt-Thieme:

Die Kanzlei HoeferISchmidt-Thieme ist mit neun Standorten bundesweit tätig und auf Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen und Sanierungen von Tobias Hoefer zählen die international tätigen Konzerne AKsys und Robert Sihn (Automobilzulieferer) sowie ATS (Felgenhersteller), Friedmann-Stahl, Livingston Electronic Services, Pfirmann-Bau, der Instrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth sowie der Internationale Club e.V. Baden-Baden (Galopprennsport). Zuletzt gelang Hoefer auch die Sanierung der NDT Systems & Services AG und des Pforzheimer Traditionsunternehmens Hermann Umweltservice unter Erhalt aller Arbeitsplätze. Als Eigenverwalter im Vorstand konnte Tobias Hoefer vor wenigen Wochen zudem die Sanierung der centrotherm photovoltaics AG erfolgreich abschließen.

 

 

Medienkontakt

Sebastian Brunner
Unternehmenskommunikation
Telefon: 0175/5604673
E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de



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Kontakt, Foto: Gerd Altmann pixelio.de

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