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PM 23.12.08: Betrieb bei Spezialmaschinenhersteller Hottinger läuft auch nach Insolvenzantrag in vollem Umfang weiter

  • Keine Einschränkungen für Kunden

  • Löhne und Gehälter der 70 Mitarbeiter weiter gesichert

Mannheim, 23. Dezember 2008. Der Betrieb bei der Hottinger Maschinenbau GmbH, einem führenden Hersteller für Kernschießmaschinen, die vornehmlich in der Automobilproduktion eingesetzt werden, geht auch nach dem Insolvenzantrag in vollem Umfang weiter. „Projektaufträge werden in der gewohnten Qualität und Termintreue weiter bearbeitet. Kunden müssen keinerlei Einschränkungen fürchten“, teilte der vom Amtsgericht Mannheim bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Mannheimer Kanzlei Hack Hoefer mit. Auch für die 70 fest angestellten Mitarbeiter des Mannheimer Traditionsunternehmens seien die Löhne und Gehälter über die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes zunächst gesichert, es gebe auch keine Rückstände bei den Zahlungen, so Hoefer weiter.

 

„Wir führen bereits erste Gespräche mit Kunden, Lieferanten, Gläubigern und Mitarbeitern und haben ein großes gemeinsames Interesse am Fortbestand des Betriebes feststellen können“, sagte Hoefer. Hottinger Maschinenbau verfüge über einen ausgezeichneten Ruf in der Branche und eingeführte Produkte, die weiterhin weltweit gefragt seien, so der vorläufige Insolvenzverwalter weiter.

Sanierung im Insolvenzplanverfahren angestrebt

Das seit mehr als 70 Jahren bestehende Unternehmen mit Sitz in Mannheim geht auf eine 1937 gegründete Gießerei zurück. Hottinger stellt unter anderem so genannte Kernschießanlagen her, die etwa in der Automobilindustrie zur Fertigung von Motorblöcken eingesetzt werden. Bei dieser speziellen Technik werden unter hohem Druck aus Gas und Sandkörnern Negativformen für Motorblöcke erzeugt, auf die dann das heiße Metall gegossen wird. Dadurch bleibt der Motorblock innen hohl. Wenn das Metall erkaltet ist, wird die Negativform durch mechanisches Rütteln wieder zu Sandkörnern, die im Anschluss leicht entfernt werden können. Mit diesem Verfahren ist Hottinger Maschinenbau technologisch weltweit führend.

 

Das Unternehmen leistet dabei allerdings zum Großteil Projektarbeit, die vorfinanziert werden muss und erst nach Abschluss der entsprechenden Projekte abgerechnet werden kann. Da auf Grund der Krise in der Automobilindustrie der Umsatz eingebrochen ist und in letzter Zeit vermehrt Zahlungen ausblieben, mit denen das Unternehmen fest gerechnet hatte, musste Geschäftsführer Hellmut Damlachi am Montag beim zuständigen Amtsgericht Insolvenzantrag stellen. Das Amtsgericht Mannheim hat den Sanierungsexperten und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Hoefer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er verhandelt seit Dienstag mit allen Beteiligten, um den laufenden Betrieb zu stabilisieren. Außerdem wurde bereits die Zahlung des Insolvenzgeldes in die Wege geleitet, damit nach Möglichkeit ohne Zeitverzug die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter ausgezahlt werden können.

 

Die Hottinger Maschinenbau GmbH soll nach dem Willen des Unternehmens in einem so genannten Insolvenzplanverfahren unter Aufsicht des Insolvenzverwalters saniert werden.

Weitere Informationen

Die Hottinger Maschinenbau GmbH stellt Produktionsanlagen für die Gießereiindustrie her, die schwerpunktmäßig in der Automobilindustrie, unter anderem bei BMW, Volkswagen und MAN, aber auch bei der Linde AG und Bosch eingesetzt werden. Darüber hinaus arbeiten Anlagen von Hottinger auch bei Kunden in weiteren europäischen Ländern sowie in Asien, Südafrika, Nord-, Mittel- und Südamerika. Das seit 1937 in Mannheim ansässige Unternehmen setzte im letzten Geschäftsjahr mit 70 fest angestellten Mitarbeitern (38 Angestellte, 29 Arbeiter und drei Aushilfen) rund neun Mio. Euro um.

 

Die Kanzlei Hack Hoefer hat sich ausschließlich auf Insolvenzverwaltungen spezialisiert und beschäftigt bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen bzw. Sanierungserfolgen von Hack Hoefer in letzter Zeit zählen der international tätige Felgenhersteller ATS, der Dachziegelhersteller Trost Dachkeramik, das St. Josef- Krankenhaus in Viernheim, Unternehmen der Meffert- sowie der ehemaligen Odenwälder CORONET-Gruppe, und die Automobilzulieferer FAGRO sowie Utescheny.

 

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Vorläufiger Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack|Hoefer

Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Soldnerstraße 2

68219 Mannheim

www.verwalter.de

 

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