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PM 15.06.09: Vorläufiger Insolvenzverwalter stabilisiert Betrieb bei Automobilzulieferer AKsys

  • Produktion an allen Standorten läuft normal weiter

  • Tobias Hoefer führt erste Gespräche mit Interessenten

  • Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes steht

  • Löhne und Gehälter der rund 1.800 Mitarbeiter in Deutschland für drei Monate gesichert

Mannheim/Worms, 15. Juni 2009 - Der Geschäftsbetrieb der AKsys GmbH, einem international tätigen Spezialisten für Akustik, Hitzeschutz und Kunststoffbauteile, ist bis auf weiteres stabilisiert. „Die Produktion läuft an allen Standorten von AKsys weiter, die Aufträge unserer Kunden werden in der gewohnt hohen Qualität ausgeführt“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Mannheimer Kanzlei Hack | Hoefer.

 

Für eine Fortführungslösung ist eine laufende Produktion ein wichtiges Signal. „Wir können zwar noch keine konkreten Aussagen zum Investorenprozess machen, da er sich noch in einem frühen Stadium befindet, es haben sich aber bereits mehrere Interessenten gemeldet, die AKsys übernehmen und weiterführen wollen“, erklärte Hoefer. „Wir haben bereits erste Gespräche geführt, in denen klar geworden ist, dass AKsys für sie attraktiv ist. Das Unternehmen verfügt über eine funktionierende Produktion, eingeführte Produkte und hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter.“

Standorte erhalten – so viele Arbeitsplätze wie möglich sichern

Für die sind die Löhne und Gehälter gesichert. „Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die rund 1.800 fest angestellten Mitarbeiter von AKsys steht“, sagte Hoefer. Da die Bundesagentur für Arbeit das Insolvenzgeld erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens zahle, habe er sich darum gekümmert, dass das Geld von einer Bank vorfinanziert werde und so die Löhne und Gehälter den Mitarbeitern zeitnah und direkt ausgezahlt werden könnten, so der vorläufige Insolvenzverwalter weiter.

 

„Nach den ersten Eindrücken bin ich zuversichtlich, dass die Sanierung von AKsys gelingen kann. Unser Ziel ist es, die Standorte des Unternehmens zu erhalten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Dazu sprechen wir auch weiterhin intensiv mit Gläubigern, Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter, der bereits die Automobilzulieferer ATS und Utescheny erfolgreich saniert hat.

 

„Alle Beteiligten haben großes Interesse am Fortbestand von AKsys“, sagte Hoefer. „Wir bekommen zum Beispiel von unseren Kunden viele positive Rückmeldungen. Sie wollen uns auf unterschiedliche Art und Weise unterstützen und uns auch in dieser schwierigen Zeit die Treue halten. Das freut uns, ist aber gleichzeitig auch ein Beleg für die hohe Qualität der Produkte von AKsys und die Arbeit der Mitarbeiter.“

 

Die Geschäftsführung der AKsys GmbH hatte am 26. Mai 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, die besonders die Automobilindustrie mit voller Wucht trifft, der Umsatz stark zurückgegangen war. Bereits Mitte März hatte das Unternehmen daher gemeinsam mit seinen Gläubigerbanken bei der KfW um einen Kredit über 22 Millionen Euro aus dem „Wirtschaftsfonds Deutschland“ nachgefragt. Dieser Antrag war am 20. Mai abgelehnt worden. Das zuständige Amtsgericht Worms hat den Experten für Konzernsanierungen und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Hoefer zum vorläufigen Insolvenzverwalter der AKsys GmbH bestellt.

Weitere Informationen:

Als Zulieferunternehmen für die Automobil-, Hausgeräte- und Bauindustrie ist AKsys ein international tätiger Systemlieferant in den Bereichen Akustik, Hitzeschutz und Kunststoffbauteile. So sorgen die Produkte von AKsys unter anderem für niedrige Fahrgeräusche im Fahrzeuginnenraum, den flüsternden Auftritt von Geschirrspülmaschinen oder die zuverlässige Abdichtung von Dächern, Fenstern und Fassaden. Zu den Kunden der AKsys GmbH gehören alle namhaften Automobilhersteller und eine Vielzahl an Unternehmen der Hausgeräte- und Bauindustrie.

 

Mit dem Stammsitz im rheinland-pfälzischen Worms besitzt AKsys insgesamt zehn Standorte in Deutschland und Niederlassungen in Polen, Spanien, Brasilien, Mexiko und den USA. In Deutschland sind rund 1.800, im Ausland rund 600 Mitarbeiter für die AKsys-Gruppe tätig.

 

Die Kanzlei Hack | Hoefer hat sich auf Insolvenzverwaltungen spezialisiert und beschäftigt bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen bzw. Sanierungserfolgen von Hack |Hoefer zählen der international tätige Felgenhersteller ATS, der Dachziegelhersteller Trost Dachkeramik, das St. Josef-Krankenhaus in Viernheim, Unternehmen der Meffert- sowie der ehemaligen Odenwälder CORONET-Gruppe und der Automobilzulieferer Utescheny.

 

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Vorläufiger Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack|Hoefer

Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Markgrafenstr. 28

76503 Baden-Baden

www.verwalter.de

 

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