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PM 09.07.09: Keine Übernahme des Geschäftsbereichs Reparaturservice des Dienstleistungs-Spezialisten ComBase durch neuen Investor

  • Schwierige Marktbedingungen und fehlende Planungssicherheit machen Verkauf unmöglich

  • Übernahme der Logistiksparte durch arvato services gesichert

  • Neuer Eigentümer übernimmt Großteil der Auszubildenden

Aschaffenburg/Karlstein, 09. Juli 2009 – Rund eine Woche, nachdem das Amtsgericht Aschaffenburg das Insolvenzverfahren über das Vermögen der ComBase-Gruppe eröffnet hat, musste Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack | Hoefer den Mitarbeitern des Reparaturservices am Mittwoch auf einer Informationsveranstaltung mitteilen, dass es für ihren Geschäftsbereich keine Übernahme durch einen neuen Investor geben wird.

 

„Wir haben mit den Interessenten intensive Vertragsverhandlungen geführt, allerdings ist die Situation im Telekommunikationsmarkt durch die Wirtschaftskrise mehr als angespannt“, sagte Hoefer. „In diesem Marktumfeld braucht ein Investor Planungssicherheit und damit die Unterstützung der Hersteller aus dem Consumer-Electronics- und Handy-Bereich.“ Da diese jedoch keine längerfristigen Reparaturverträge mit einem neuen Investor für den Geschäftsbereich Reparaturservice abschließen wollten, konnte die Übernahme nicht realisiert werden, so der Insolvenzverwalter.

Unter schwierigen Bedingungen über 300 Arbeitsplätze erhalten

Der Geschäftsbetrieb muss daher eingestellt werden, sobald die derzeit noch vorhandenen Aufträge abgearbeitet sind. Bis dahin wird Hoefer den Bereich im Insolvenzverfahren weiter führen. „So lange wir Arbeit haben, können wir die Mitarbeiter beschäftigen“, betonte der Insolvenzverwalter. Personalanpassungen seien jedoch schon jetzt unvermeidbar, erklärte Hoefer. So werden die Mitarbeiter noch in diesem Monat ihre Kündigung erhalten. Einem Teil von ihnen bietet arvato services, die bereits rund 250 Mitarbeiter aus der Logistiksparte von ComBase übernommen haben, nach Möglichkeit Arbeitsplätze an anderen Unternehmensstandorten an.

 

Dem Verkauf der Logistiksparte an arvato services haben die zuständigen Gremien inzwischen zugestimmt. Der Telekommunikationskonzern Telefónica O2 Germany, der einer der wichtigsten Auftraggeber von ComBase ist, hatte vorab einen neuen Servicevertrag mit arvato services abgeschlossen und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Arbeitsplätze geleistet.

 

Zusätzlich übernimmt arvato services auch einen Großteil der Auszubildenden. „Wir freuen uns, dass wir diese Lösung für die Mehrzahl der Auszubildenden gefunden haben. Sie können so ihre Ausbildung beenden und stehen danach nicht ohne Job da“, sagte Hoefer. Insgesamt kann Hoefer unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen so über 300 Arbeitsplätze erhalten. Die übrigen Auszubildenden sollten von Betrieben in der Region übernommen werden. Dazu führe er bereits Gespräche, so der Insolvenzverwalter.

 

Der Vorstand der ComBase AG mit Sitz in Karlstein bei Aschaffenburg hatte am 27. März 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Trotz stabiler Auftragslage war es dem Unternehmen nicht gelungen, seine angespannte Liquiditätslage zu stabilisieren. Zum 1. Juli hat das Amtsgericht Aschaffenburg das Verfahren über das Vermögen der ComBase-Gruppe eröffnet und Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack | Hoefer, der bereits seit Ende März als vorläufiger Insolvenzverwalter bei ComBase tätig war, zum Insolvenzverwalter bestellt.

Weitere Informationen:

Die ComBase-Gruppe, die aus einem 1986 gegründeten Unternehmen entstanden ist, bietet weltweit Dienstleistungen rund um den Lebenszyklus elektronischer Produkte in den Bereichen Logistik, Reparaturservice und Kundenbetreuung an. Bei der ComBase-Gruppe waren rund 800 Mitarbeiter (inkl. 64 Auszubildende) beschäftigt. Neben den Standorten in Deutschland verfügt die Gruppe über Töchter in der Schweiz und der Ukraine. Die österreichische Tochtergesellschaft der ComBase AG, die ComBase CEE Holding AG, hatte bereits am 16. März 2009 für sich und ihre Tochtergesellschaften Konkursantrag vor dem Handelsgericht Wien gestellt.

 

Die Kanzlei Hack Hoefer hat sich auf Insolvenzverwaltungen spezialisiert und beschäftigt bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen bzw. Sanierungserfolgen von Hack Hoefer zählen der international tätige Felgenhersteller ATS, der Dachziegelhersteller Trost Dachkeramik, das St. Josef-Krankenhaus in Viernheim, Unternehmen der Meffert- sowie der ehemaligen Odenwälder CORONET-Gruppe und die Automobilzulieferer FAGRO sowie Utescheny.

 

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Vorläufiger Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack|Hoefer

Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Markgrafenstr. 28

76503 Baden-Baden

www.verwalter.de

 

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