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PM 26.10.09: Investorenprozess bei Automobilzulieferer AKsys verläuft nach Plan

  • Gläubigerversammlung stimmt Fortführung des Geschäftsbetriebes zu

  • Insolvenzverwalter und Gläubigerausschuss im Amt bestätigt

  • Potentielle Investoren prüfen Unternehmen – Investorenprozess steht weiterhin allen offen

  • Ziel: Standorte und so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten

Mannheim/Worms, 26. Oktober 2009 – Zustimmung in allen Punkten: So lässt sich die Gläubigerversammlung des Automobilzulieferers AKsys GmbH am heutigen Montag in Worms kurz zusammenfassen. Nachdem Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack | Hoefer die Gläubiger über die bereits erfolgten Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen und den Stand des Verfahrens informiert hatte, stimmten sie der Fortführung des Geschäftsbetriebes zu. Außerdem bestätigten sie Insolvenzverwalter und Gläubigerausschuss im Amt. Ein zentrales Thema war die Suche nach einem neuen Investor für den international tätigen Spezialisten für Akustik, Hitzeschutz und Kunststoffbauteile. Hoefer zufolge verläuft der Investorenprozess nach Plan. Zahlreiche Interessenten aus dem In- und Ausland, darunter strategische und Finanzinvestoren, hätten sich gemeldet.

 

„Aktuell prüfen die Interessenten das Unternehmen, um sich ein Bild von der AKsys zu machen“, sagte der Insolvenzverwalter, der bereits die Automobilzulieferer ATS und Utescheny erfolgreich saniert hat. „Wir sind auf einem guten Weg.“ Es sei aber noch nichts entschieden und der Investorenprozess stehe weiterhin allen offen, so Hoefer weiter. Er bat um Verständnis, dass es nicht von heute auf morgen möglich sei, einen passenden Investoren zu finden. „Gemeinsam mit unserem Partner Metzler Corporate Finance wollen wir uns für den entscheiden, der unserer Zielvorstellung, die Standorte des Unternehmens und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten , am nächsten kommt. Da auch die Gläubiger sich gegen übereilte Entscheidungen aussprachen, gaben sie grünes Licht für die Fortführung des Investorenprozesses. Hoefer rechnet mit konkreten Ergebnissen gegen Ende des Jahres.

 

Um das Unternehmen fit für die Zukunft und attraktiv für potentielle Investoren zu machen, arbeiten Insolvenzverwalter und Geschäftsführung gemeinsam weiter am Restrukturierungsprogramm. Dabei sei es entscheidend, dass die Produktion in vollem Umfang weiter laufen kann. So sei es durch den Einsatz der Mitarbeiter gelungen, dass die Kunden auch nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September weiterhin die qualitativ hochwertigen Produkte erhalten, für die AKsys bekannt sei. „Die Rückmeldungen unserer Kunden sind durchweg positiv“, sagte Hoefer. „Sie halten dem Unternehmen die Treue.“

 

Die Geschäftsführung der AKsys GmbH hatte am 26. Mai 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, die besonders die Automobilindustrie mit voller Wucht trifft, der Umsatz stark zurückgegangen war. Bereits Mitte März hatte das Unternehmen daher gemeinsam mit seinen Gläubigerbanken bei der KfW um einen Kredit über 22 Millionen Euro aus dem „Wirtschaftsfonds Deutschland“ nachgefragt. Dieser Antrag war am 20. Mai abgelehnt worden. Zum 1. September 2009 hatte das Amtsgericht Worms das Insolvenzverfahren über das Vermögen der AKsys GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack | Hoefer bestellt. Er war bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig.

Weitere Informationen:

Als Zulieferunternehmen für die Automobil-, Hausgeräte- und Bauindustrie ist AKsys ein international tätiger Systemlieferant in den Bereichen Akustik, Hitzeschutz und Kunststoffbauteile. So sorgen die Produkte von AKsys unter anderem für niedrige Fahrgeräusche im Fahrzeuginnenraum, den flüsternden Auftritt von Geschirrspül-maschinen oder die zuverlässige Abdichtung von Dächern, Fenstern und Fassaden. Zu den Kunden der AKsys GmbH gehören alle namhaften Automobilhersteller und eine Vielzahl von Unternehmen der Hausgeräte- und Bauindustrie.

 

Mit dem Stammsitz im rheinland-pfälzischen Worms besitzt AKsys insgesamt zehn Standorte in Deutschland und Niederlassungen in Polen, Spanien, Brasilien, Mexiko und den USA. Insgesamt sind für die AKsys-Gruppe rund 2.400 Mitarbeiter tätig, davon arbeiten rund 1.800 in Deutschland und rund 600 im Ausland.

 

Der Mannheimer Rechtsanwalt Tobias Hoefer ist ausschließlich als Insolvenzverwalter tätig. Er hat sich auf die Sanierung von überregional und international tätigen Konzernen mit ihren hochkomplexen Strukturen spezialisiert. Er wird von vielen Gerichten immer wieder zum Insolvenzverwalter bestellt und konnte in zahlreichen Verfahren – zu denen auch viele kleinere und mittlere Betriebe zählen - eine Unternehmensfortführung erreichen. Derzeit ist Hoefer unter anderem mit der Sanierung des Internationalen Clubs e.V. Baden-Baden und des weltweit tätigen Automobilzulieferers AKsys befasst.

 

Zu seinen bekanntesten Verfahren und Sanierungen zählen der Dienstleistungsspezialist ComBase mit Niederlassungen in Deutschland und Österreich und Tochterunternehmen in der Schweiz und der Ukraine sowie der im Bereich der Gusstechnologie international führende Felgenhersteller ATS mit Standorten in Deutschland, den USA, Südafrika und Polen und der in Deutschland und China tätige Automobilzulieferer Utescheny. Außerdem konnte Hoefer den Dachziegelherstellers Trost Dachkeramik, mehrere Unternehmen der Meffert- und der CORONET-Gruppe und das St. Josefs Krankhaus in Viernheim erfolgreich sanieren.

 

Hoefer ist Senior Partner der auf Insolvenzverwaltungen spezialisierten Kanzlei Hack | Hoefer. Für die Kanzlei, die 1987 gegründet wurde, sind bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte tätig.

 

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack | Hoefer

Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Soldnerstraße 2

68219 Mannheim

 

www.verwalter.de

 

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