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PM 05.05.10: Dr. Freist Automotive kauft Standort Bielefeld der AKsys

  • Neuer Eigentümer übernimmt 75 Mitarbeiter

  • Insolvenzverwalter saniert und erhält Standort, der nach vorinsolvenzlichem Sanierungsplan geschlossen werden sollte

  • Insgesamt konnte Insolvenzverwalter Tobias Hoefer bis jetzt rund 1.025 Arbeitsplätze im In- und Ausland sichern

Mannheim/Bielefeld, 05. Mai 2010 – Die Dr. Freist Automotive GmbH (DFA) mit Sitz in Goslar kauft zum 1. Mai 2010 den Standort Bielefeld des international tätigen Automobilzulieferers AKsys und übernimmt 75 Mitarbeiter. Die Produktion von Akustikteilen für die Automobilindustrie wird fortgeführt. Die Belegschaft wurde bereits über den aktuellen Stand informiert.

 

„Wir freuen uns, dass wir den Standort Bielefeld und 75 Arbeitsplätze erhalten konnten“, sagt Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der bundesweit tätigen Kanzlei Hack | Hoefer. „Das ist ein besonderer Erfolg, da der Sanierungsplan der AKsys vor der Insolvenz vorsah, den Standort komplett zu schließen.“

 

Hoefer hatte den Standort Bielefeld insgesamt zwölf Monate in der Insolvenz fortgeführt und in dieser Zeit ein Sanierungs- und Restrukturierungsprogramm umgesetzt. Damit konnte er den Standort wieder so aufstellen, dass unter anderem auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September 2009 der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weitergeführt werden konnte. Dies war eine wichtige Voraussetzung für den Verkauf.

 

„Der Standort Bielefeld ist eine sehr gute Ergänzung für unser Unternehmen, da die Mitarbeiter über große Erfahrung und Fachwissen im Bereich Akustik und Isolierung verfügen“, sagt Dr. Christoph Freist, der Mehrheitsgesellschafter der DFA, einem Hersteller von Spezialfolien und Akustikteilen. „Wir sehen großes Potenzial, Spitzentechnologie aus der Automobilindustrie auch für andere Kunden bereitzustellen.“

 

Bereits Anfang April konnte Hoefer die Übergabe des Geschäftsbereichs Entdröhnung an die FAIST ChemTec GmbH und die HANNOVER Finanz Gruppe vermelden. Der Automobilzulieferer Borgers AG hat den Geschäftsbereich Isolation mit den Werken in Krumbach und Ellzee übernommen. Insgesamt konnte Hoefer bis jetzt in beiden Geschäftsbereichen der ehemaligen AKsys weltweit rund 1.025 Arbeitsplätze erhalten.

 

Am Standort Bielefeld sind im Zuge der Sanierung und des Verkaufs Personalmaßnahmen unvermeidbar gewesen. 10 Mitarbeiter aus dem Werk Bielefeld und 12 Mitarbeiter der zentralen Verwaltung der AKsys-Gruppe in Bielefeld, die zum Teil an den einzelnen Standorten angesiedelt waren, haben das Angebot erhalten, in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) zu wechseln. In der BQG werden die Mitarbeiter auf neue berufliche Herausforderungen vorbereitet. Da die Mitarbeiter das Angebot angenommen hätten, habe es keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben, so der Insolvenzverwalter. Für die Mitarbeiter aus der zentralen Verwaltung sollen außerdem nach Möglichkeit neue Stellen geschaffen werden.

 

Der Gläubigerausschuss hat dem Verkauf bereits zugestimmt, die Übernahme bedarf allerdings noch der kartellrechtlichen Genehmigung.

 

Für den Geschäftsbereich Kunststoffe führt Hoefer Gespräche mit mehreren potenziellen Investoren und sieht Chancen, dass er auch diesen Geschäftsbereich in den kommenden Wochen an einen neuen Eigentümer übergeben kann.

 

Die Geschäftsführung der AKsys GmbH hatte am 26. Mai 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, die besonders die Automobilindustrie mit voller Wucht getroffen hat, der Umsatz stark zurückgegangen war. Bereits Mitte März 2009 hatte das Unternehmen daher gemeinsam mit seinen Gläubigerbanken bei der KfW um einen Kredit über 22 Millionen Euro aus dem „Wirtschaftsfonds Deutschland“ nachgefragt. Dieser Antrag war am 20. Mai 2009 abgelehnt worden.

 

Zum 1. September 2009 hatte das Amtsgericht Worms das Insolvenzverfahren über das Vermögen der AKsys GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack | Hoefer bestellt. Er war bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter in dem Unternehmen tätig.

Weitere Informationen:

Informationen über die Dr. Freist Automotive GmbH

 

Dr. Freist Automotive GmbH ist ein innovatives Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und Herstellung von Spezialfolien und Akustikteilen beschäftigt. Diese Folien werden in der Automobilindustrie im Hausgerätebau und in der allgemeinen Industrie zum Lärmschutz verwendet.

 

Die Firma wurde im Jahr 2004 in Goslar von einer erfahrenen Mannschaft unter Leitung von Dr. Christoph Freist gegründet.

 

Informationen über AKsys

 

Als Zulieferunternehmen für die Automobil-, Hausgeräte- und Bauindustrie ist AKsys ein international tätiger Systemlieferant in den Bereichen Akustik, Hitzeschutz und Kunststoffbauteile. So sorgen die Produkte von AKsys unter anderem für niedrige Fahrgeräusche im Fahrzeuginnenraum, den flüsternden Auftritt von Geschirrspülmaschinen oder die zuverlässige Abdichtung von Dächern, Fenstern und Fassaden. Zu den Kunden der AKsys GmbH gehören alle namhaften Automobilhersteller und eine Vielzahl von Unternehmen der Hausgeräte- und Bauindustrie.

 

Informationen über den Insolvenzverwalter

 

Der Mannheimer Rechtsanwalt Tobias Hoefer ist ausschließlich als Insolvenzverwalter tätig. Er hat sich auf die Sanierung von überregional und international tätigen Konzernen mit ihren hochkomplexen Strukturen spezialisiert. Er wird von vielen Gerichten immer wieder zum Insolvenzverwalter bestellt und konnte in zahlreichen Verfahren – zu denen auch viele kleinere und mittlere Betriebe zählen – eine Unternehmensfortführung erreichen. Derzeit ist Hoefer unter anderem mit der Sanierung des Internationalen Clubs e.V. Baden-Baden und des weltweit tätigen Automobilzulieferers AKsys befasst.

 

Zu seinen bekanntesten Verfahren und Sanierungen zählen der Dienstleistungsspezialist ComBase mit Niederlassungen in Deutschland und Österreich, Tochterunternehmen in der Schweiz und der Ukraine sowie der im Bereich der Gusstechnologie international führende Felgenhersteller ATS mit Standorten in Deutschland, den USA, Südafrika und Polen und der in Deutschland und China tätige Automobilzulieferer Utescheny. Außerdem konnte Hoefer den Dachziegelhersteller Trost Dachkeramik, mehrere Unternehmen der Meffert- und der CORONET-Gruppe und das St. Josefs Krankhaus in Viernheim erfolgreich sanieren.

 

Hoefer ist Senior Partner der auf Insolvenzverwaltungen spezialisierten Kanzlei Hack | Hoefer. Für die Kanzlei, die 1987 gegründet wurde, sind bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte tätig.

 

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack | Hoefer Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Soldnerstraße 2

68219 Mannheim

 

Medienkontakt

 

Matthias Braun

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