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PM 09.04.10: FAIST ChemTec und HANNOVER Finanz übernehmen Geschäftsbereich Entdröhnung des Automobilzulieferers AKsys

  • Erster Teilerfolg auf dem Weg zur Restrukturierung und Sanierung der international tätigen Gruppe

  • Insolvenzverwalter führt Verhandlungen mit Investoren für die weiteren Geschäftsbereiche und Standorte

  • Tobias Hoefer kann so bis jetzt 650 Arbeitsplätze im In- und Ausland sichern

Mannheim/Worms, 9. April 2010 – Die FAIST ChemTec GmbH übernimmt zusammen mit der HANNOVER Finanz Gruppe zum 1. Mai 2010 die Vermögensgegenstände und den operativen Betrieb des Geschäftsbereichs Entdröhnung des international tätigen Automobilzulieferers AKsys GmbH. Dabei handelt es sich um die Standorte in Worms und Frankfurt am Main sowie die Niederlassungen in Polen, Spanien und den USA. Die neuen Eigentümer haben ein Konzept entwickelt, mit dem sie die Standorte langfristig fortführen wollen. Dabei bringt der Eigenkapitalpartner HANNOVER Finanz eine langjährige Erfahrung in der Weiterentwicklung von Spin-Offs aus Konzernen und deren Überführung in eine mittelständische Struktur mit. „Wir sehen viel Potenzial in dem Geschäftsbereich Entdröhnung. Wenn wir eine positive Zukunft sehen, beteiligen wir uns auch an Unternehmen, die ihre Sanierung erfolgreich bewältigt haben“, sagt HANNOVER Finanz-Vorstandsmitglied Götz Hertz-Eichenrode zum Engagement der Hannoveraner Beteiligungsgesellschaft.

 

Aus der Sicht von Michael Faist, dem Geschäftsführer der FAIST ChemTec GmbH, hat das Unternehmen in der Zukunft in seinen Produktbereichen sehr gute Chancen, seinen Marktanteil auf dem gesamten Weltmarkt der Automobilindustrie und Haushaltsgeräteproduktion kräftig auszubauen.

 

Der Verkauf des Geschäftsbereichs Entdröhnung ist ein erster Teilerfolg auf dem Weg zur erfolgreichen Sanierung der gesamten AKsys-Gruppe. Ihre Entflechtung und die Überführung in eigenständige Geschäftsbereiche sind ein Teil des umfangreichen Sanierungs- und Restrukturierungsprogramms, das Insolvenz-verwalter Tobias Hoefer von der bundesweit tätigen Mannheimer Kanzlei Hack | Hoefer mit seinem Team umsetzt. Hoefer sieht Chancen, dass auch die anderen Geschäftsbereiche und Standorte an neue Eigentümer übergeben werden können.

 

„Wir führen Verhandlungen und sprechen aktuell mit mehreren potenziellen Investoren, die Interesse an einer Übernahme der Geschäftsbereiche Isolation und Kunststoffe haben“, sagt der Insolvenzverwalter. Er rechne mit konkreten Ergebnissen im Laufe der nächsten Wochen, so Hoefer weiter.

 

Die Übernahme des Geschäftsbereichs Entdröhnung wurde möglich, da Hoefer und sein Team den Bereich erfolgreich saniert und wieder zukunftsfähig aufgestellt haben. Eine wichtige Voraussetzung dafür war, dass auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September 2009 der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weitergeführt wurde. „Alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen und ihren Teil zur erfolgreichen Sanierung des Geschäftsbereichs beigetragen“, sagt Hoefer über die Unterstützung seitens des Betriebsrats, der Personalvertreter, der IG BCE Augsburg, der Kunden und der Gläubiger. Mit der Übernahme kann Hoefer, der den Geschäftsbereich insgesamt zwölf Monate in der Insolvenz fortgeführt hat, in einem schwierigen Marktumfeld nahezu alle Arbeitsplätze erhalten.

 

Der Gläubigerausschuss hat dem Verkauf bereits zugestimmt, die Übernahme bedarf allerdings noch der kartellrechtlichen Genehmigung.

 

Die Geschäftsführung der AKsys GmbH hatte am 26. Mai 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, die besonders die Automobilindustrie mit voller Wucht getroffen hat, der Umsatz stark zurückgegangen war. Bereits Mitte März 2009 hatte das Unternehmen daher gemeinsam mit seinen Gläubigerbanken bei der KfW um einen Kredit über 22 Millionen Euro aus dem „Wirtschaftsfonds Deutschland“ nachgefragt. Dieser Antrag war am 20. Mai 2009 abgelehnt worden.

 

Zum 1. September 2009 hatte das Amtsgericht Worms das Insolvenzverfahren über das Vermögen der AKsys GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack | Hoefer bestellt. Er war bereits als vorläufiger Insol-venzverwalter in dem Unternehmen tätig.

 

Weitere Informationen:

 

Über die FAIST ChemTec GmbH

 

An der FAIST ChemTec sind zwei Firmen beteiligt: Die FAIST Invest GmbH zu 60% und die HANNOVER Finanz Gruppe, die 40% des Kapitals hält. Hinter der FAIST Invest GmbH steht der Familienunternehmer Michael Faist aus Krumbach, der im Jahr 2002 seine damalige Firma FAIST Automotive GmbH & Co. KG mit der AKsys in einer Fusion zusammengeführt hatte. Michael Faist führte die FAIST Automotive nach dem Tod seines Vaters Ludwig erfolgreich von 1981 bis 2002. Er erweiterte das Unternehmen kontinuierlich um zusätzliche Produktbereiche und neue Standorte, wobei der Umsatz sich von anfänglich 20 Millionen Euro auf bis zuletzt ca. 90 Millionen Euro steigerte. Parallel dazu gründete Michael Faist die Schwesterfirma FAIST Anlagenbau mit Standort in Niederraunau, mit aktuell 250 Mitarbeitern und einem Umsatz von 40 Millionen Euro. Diese Firma ist international tätig in der Herstellung von industriellem Schallschutz, vor allem für Energieanlagen, sowie führend im Bereich akustischer Messräume.

 

Über die HANNOVER Finanz Gruppe

 

Unabhängig von Konzernen oder Banken und mit institutionellen Investoren im Hintergrund verfügt die 1979 gegründete HANNOVER Finanz Gruppe über 30 Jahre Erfahrung. 40 Mitarbeiter beschäftigt die Gruppe derzeit in Hannover, sechs weitere in Wien bei der österreichischen Tochter HANNOVER Finanz Austria. Kern und Keimzelle der HANNOVER Finanz Gruppe ist die HANNOVER Finanz GmbH, die als Management-Gesellschaft der Gruppe agiert und ebenfalls über ein eigenes Beteiligungsportfolio verfügt. Größte Gesellschafter der HANNOVER Finanz GmbH sind mit jeweils 25 Prozent das Management und die Hannover Rück. Grundlage der auf Langfristigkeit angelegten Beteiligungen bei mittelständischen Unternehmen sind die derzeit neun aktiven Evergreen-Fonds mit unbegrenzter Laufzeit. Die Engagements reichen von traditionellen Industrien über Handel bis hin zu neuen Technologien. Seit der Gründung wächst das Private Equity-Unternehmen kontinuierlich und mit ihm die Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen Beteiligungen. Beteiligungsanlässe sind hauptsächlich Wachstumsfinanzierungen und Nachfolgeregelungen solider mittelständischer Unternehmen. Neben Mehrheitsbeteiligungen übernimmt die HANNOVER Finanz Gruppe als eine der wenigen Beteiligungsgesellschaften in Deutschland auch Minderheiten.

 

Über AKsys

 

Als Zulieferunternehmen für die Automobil-, Hausgeräte- und Bauindustrie ist AKsys ein international tätiger Systemlieferant in den Bereichen Akustik, Hitzeschutz und Kunststoffbauteile. So sorgen die Produkte von AKsys unter anderem für niedrige Fahrgeräusche im Fahrzeuginnenraum, den flüsternden Auftritt von Geschirrspülmaschinen oder die zuverlässige Abdichtung von Dächern, Fenstern und Fassaden. Zu den Kunden der AKsys GmbH gehören alle namhaften Automobilhersteller und eine Vielzahl von Unternehmen der Hausgeräte- und Bauindustrie.

 

Mit dem Stammsitz im rheinland-pfälzischen Worms besitzt AKsys insgesamt zehn Standorte in Deutschland sowie Niederlassungen in Polen, Spanien, Brasilien, Mexiko und den USA. Insgesamt sind für die AKsys-Gruppe rund 2.400 Mitarbeiter tätig, davon arbeiten rund 1.800 in Deutschland und ca. 600 im Ausland.

 

Über den Insolvenzverwalter

 

Der Mannheimer Rechtsanwalt Tobias Hoefer ist ausschließlich als Insolvenzverwalter tätig. Er hat sich auf die Sanierung von überregional und international tätigen Konzernen mit ihren hochkomplexen Strukturen spezialisiert. Er wird von vielen Gerichten immer wieder zum Insolvenzverwalter bestellt und konnte in zahlreichen Verfahren – zu denen auch viele kleinere und mittlere Betriebe zählen – eine Unternehmensfortführung erreichen. Derzeit ist Hoefer unter anderem mit der Sanierung des Internationalen Clubs e.V. Baden-Baden und des weltweit tätigen Automobilzulieferers AKsys befasst.

 

Zu seinen bekanntesten Verfahren und Sanierungen zählen der Dienstleistungsspezialist ComBase mit Niederlassungen in Deutschland und Österreich, Tochterunternehmen in der Schweiz und der Ukraine sowie der im Bereich der Gusstechnologie international führende Felgenhersteller ATS mit Standorten in Deutschland, den USA, Südafrika und Polen und der in Deutschland und China tätige Automobilzulieferer Utescheny. Außerdem konnte Hoefer den Dachziegelhersteller Trost Dachkeramik, mehrere Unternehmen der Meffert- und der CORONET-Gruppe und das St. Josefs Krankhaus in Viernheim erfolgreich sanieren.

 

Hoefer ist Senior Partner der auf Insolvenzverwaltungen spezialisierten Kanzlei Hack | Hoefer. Für die Kanzlei, die 1987 gegründet wurde, sind bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte tätig.

 

Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack | Hoefer

Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Soldnerstraße 2

68219 Mannheim

 

Medienkontakt Insolvenzverwalter

 

Matthias Braun

rw konzept GmbH

Agentur für Unternehmenskommunikation

Emil-Riedel-Straße 18

80538 München

Telefon: 089/139596-32

Fax: 089/139596-34

Mobil: 0171/8686487

braun@rw-konzept.de

 

Kontakt FAIST ChemTec GmbH

 

Sabine Helms

Telefon: 06241/301-224

Fax: 06241/301-230

sabine.helms@aksys.de

 

Kontakt HANNOVER Finanz Gruppe

 

Jantje Salander

Telefon: 0511/28007-89

Mobil: 0160/6337204

salander@hannoverfinanz.de



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