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PM 07.04.10: Erfolgreicher Neubeginn für Automobilzulieferer Miensok nach elf Monaten in der Insolvenz

  • Frühere Miensok Kunststofftechnik in Östringen wird jetzt H+P Kunststofftechnik GmbH

  • Insolvenzverwalter Tobias Hoefer sanierte Betrieb und erzielte durch Fortführung in der Insolvenz sogar Gewinn

  • Alle Arbeitsplätze blieben erhalten

Karlsruhe/Östringen, 07. April 2010. Ein Insolvenzverfahren wird in der Öffentlichkeit oft mit dem „Aus“ für ein Unternehmen gleichgesetzt. Dies umso leichtfertiger, wenn der Betrieb auch noch einer Krisenbranche zuzuordnen ist, wie aktuell etwa der Automobilzulieferbereich. Dabei ermöglicht ein Insolvenzverfahren Chancen, um einen fortführungsfähigen Betrieb wieder fit zu machen für den Wettbewerb und so dauerhaft Arbeitsplätze zu sichern. Ein Beispiel dafür ist die frühere Miensok Kunststofftechnik in Östringen im Landkreis Karlsruhe. Nachdem Insolvenzverwalter Tobias Hoefer den Hersteller von Kunststoffteilen für die Automobilindustrie elf Monate lang fortgeführt und dabei auch noch Übererlöse für die Gläubiger erzielt hatte, fand die Sanierung jetzt ihren Abschluss mit dem Verkauf an die H+P Kunststofftechnik GmbH.

 

Die Miensok Kunststofftechnik war im Frühjahr 2009 in Zahlungsschwierigkeiten geraten, weil der Hauptkunde mit einem Umsatzbeitrag von etwa 70 Prozent, die OLHO Sinsheim, Opfer der Wirtschaftskrise wurde. Zunächst stockten nur Zahlungen, doch dann blieben sie ganz aus. Das bedeutete auch für die 1997 gegründete, inhabergeführte Miensok Kunststofftechnik, dass Löhne und Gehälter nicht mehr gezahlt werden konnten. Anfang Mai 2009 musste Miensok schließlich Insolvenzantrag stellen, der Hauptkunde OLHO tat dies unmittelbar darauf.

Verlust des Hauptkunden ausgeglichen und neue Aufträge gewonnen

Dass der Betrieb nun nicht unmittelbar zerfiel und geschlossen werden musste, ist dem Zusammenwirken verschiedener Faktoren zuzuschreiben. Zum einen gelang es Insolvenzverwalter Tobias Hoefer zusammen mit dem kaufmännischen Leiter Bernd Hockenberger, mit Kunden und Lieferanten Vereinbarungen über Zahlungsmodalitäten und Aufträge zu schließen, die eine Fortführung ermöglichten. Zum anderen engagierte sich das 74 Köpfe zählende Mitarbeiter-Team um Bernd Hockenberger mit vollem Elan für das Sanierungskonzept und die Gewinnung neuer Aufträge und Kunden. So konnte nicht nur der zeitweise Ausfall des Hauptkunden OLHO kompensiert, sondern auch die ursprünglich nur 12 Abnehmer umfassende Kundenbasis erweitert werden. Der Effekt für die Mitarbeiter – alle Arbeitsplätze blieben in der Insolvenz erhalten. In kurzer Zeit wurde so die notwendige Liquidität geschaffen, um den Geschäftsbetrieb vollumfänglich fortführen zu können. Mit der Umsetzung des Sanierungskonzepts war es dann möglich, den Betrieb nicht nur kostendeckend sondern sogar wieder profitabel zu machen.

Idealfall einer Sanierung in der Insolvenz

Auf dieser Basis konnten nun auch die Gespräche mit einem potenziellen Erwerber erfolgreich abgeschlossen werden. Der bisherige kaufmännische und technische Leiter von Miensok, Bernd Hockenberger, wagte dabei den Sprung in die Unternehmerlaufbahn. Die von ihm geführte H+P Kunststofftechnik GmbH übernahm die technischen Anlagen, Maschinen sowie alle weiteren betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände der Miensok Kunststofftechnik und startet an alter Stätte den Neubeginn eines Unternehmens. „Aus unserer Sicht ist dieses Insolvenzverfahren trotz aller widrigen gesamtwirtschaftlichen Umstände so gelaufen, wie man es sich im Idealfall vorstellt. Der Betrieb konnte erhalten und wettbewerbsfähig aufgestellt werden, die Gläubiger bekommen aus der Fortführung und der abschließenden Veräußerung einen wesentlichen Mehrerlös und die Arbeitsplätze sind gesichert“, zog Insolvenzverwalter Tobias Hoefer jetzt befriedigt Bilanz.

Weitere Informationen:

Der Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Hoefer ist auf Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert. Die Kanzlei Kanzlei Hack | Hoefer beschäftigt bundesweit an acht Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen bzw. Sanierungserfolgen von Hack | Hoefer zählen die international tätigen Konzerne AKsys (Automobilzulieferer) sowie ATS (Felgenhersteller), Unternehmen der Meffert- und der ehemaligen Odenwälder CORONET-Gruppe sowie verschiedene Betriebe der Schmuck- und Maschinenbauindustrie.

 

Für nähere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack | Hoefer Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Soldnerstraße 2

68219 Mannheim

 

Medienkontakt

 

Sebastian Brunner

Communications+consulting

Telefon: 0175/5604673

E-Mail: fsbrunner@aol.com



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