Suche

Suche
Schriftgröße:
.

PM 23.12.11: Kein neuer Investor für WP Mannheim

  • Übernahme scheiterte daran, dass ein Vorkaufsberechtigter nicht zur Löschung seines im Grundbuch eingetragenen Vorkaufsrechtes bereit war

  • Geschäftsbetrieb muss ohne Investor aus insolvenzrechtlichen Gründen eingestellt werden

  • Ausproduktion bestehender Aufträge läuft normal weiter

  • Mitarbeiter werden noch in diesem Monat ihre Kündigung zum 31. März 2012 erhalten

  • Keine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft möglich


Mannheim, 23. Dezember 2011 – Für das Mannheimer Chemieunternehmen WP Mannheim wird es keine Übernahme durch einen neuen Investor geben. Diese Nachricht musste heute, 23. Dezember 2011, Insolvenzverwalter Tobias Hoefer dem Betriebsrat des Unternehmens überbringen.

„Wir haben mit den potentiellen Investoren intensive Vertragsverhandlungen geführt“, sagt Insolvenzverwalter Hoefer. „Die Verhandlungen mit dem aussichtsreichten Interessenten waren bereits abgeschlossen.“ Der Insolvenzverwalter hatte in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung das Unternehmen insgesamt acht Monate in der Insolvenz fortgeführt und weltweit nach Investoren gesucht. Zudem hat Hoefer für die Übernahme von WP Mannheim durch den Investor ein unterschriftsreifes Konzept erarbeitet – inklusive Businessplan für das kommende Jahr. „Wir haben alles getan, was von unserer Seite möglich war, um WP Mannheim erfolgreich zu sanieren“, sagt der Insolvenzverwalter.

Die Übernahme des Unternehmens scheiterte daran, dass ein Vorkaufsberechtigter nicht zur Löschung seines im Grundbuch eingetragenen Vorkaufsrechtes bereit war. Dies hatte der mögliche Investor zur Voraussetzung für den Vertragsabschluss gemacht. Er gab daraufhin heute bekannt, dass er den Kaufvertrag nicht unterzeichnen wird. „Dieses Vorkaufsrecht können wir nicht selbst löschen“, erklärt Hoefer den Sachverhalt.

Ohne einen neuen Investor ist eine erfolgreiche Sanierung von WP Mannheim nicht möglich. Der Geschäftsbetrieb muss daher aus insolvenzrechtlichen Gründen eingestellt werden, sobald die derzeit noch vorhandenen Aufträge abgearbeitet sind. Bis dahin wird Hoefer WP Mannheim im Insolvenzverfahren weiter führen. Der Geschäftsbetrieb und die Ausproduktion bestehender Aufträge laufen normal weiter. Personalanpassungen seien jedoch schon jetzt unvermeidbar, erklärte Hoefer. So werden die rund 80 Mitarbeiter noch in diesem Monat ihre Kündigung zum 31. März 2012 erhalten.

Mit dem Scheitern der Übernahme ist auch die geplante Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft nicht möglich. In diese sollten 50 Mitarbeiter für sechs bis zwölf Monate wechseln, um von dort aus eine neue Arbeit zu finden. „Mit einer Ausnahme hatten alle 50 Mitarbeiter diese Option angenommen“, sagt Hoefer und dankte der Belegschaft für ihren Einsatz. „An den hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitern von WP Mannheim hat es definitiv nicht gelegen“, sagt Hoefer. „Sie haben mit ihrer Arbeit maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Kunden praktisch nichts von den Auswirkungen der Insolvenz gespürt haben.“ Er hob zudem noch einmal die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat von WP Mannheim sowie der IG BCE hervor. „Alle Beteiligten wollten ihren Teil dazu beigetragen, eine Sanierung von WP Mannheim zu ermöglichen“, so der Insolvenzverwalter.

Die Geschäftsführung der WP Mannheim GmbH hatte am 4. Februar 2011 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Amtsgericht Mannheim hatte zum 1. Mai 2011 das Insolvenzverfahren eröffnet und den Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Hoefer zum Insolvenzverwalter bestellt.

Weitere Informationen

Über WP Mannheim:

Die WP Mannheim GmbH geht auf die 1877 gegründete „Chemische Fabrik Lindenhof C. Weyl & Cie AG“ zurück. Das Unternehmen mit Sitz im Mannheimer Stadtteil Waldhof ist Spezialist für optisch aktive Verbindungen, die in der Pharma- und Kosmetikbranche eingesetzt werden. Das Unternehmen erwirtschaftete mit rund 90 Mitarbeitern in 2010 einen Umsatz von 13 Mio. Euro.

 

Über den Insolvenzverwalter:

Der Mannheimer Rechtsanwalt Tobias Hoefer ist ausschließlich als Insolvenzverwalter tätig. Er wird von vielen Gerichten immer wieder zum Insolvenzverwalter bestellt und konnte in zahlreichen Verfahren – zu denen auch viele kleinere und mittlere Betriebe zählen – eine Unternehmensfortführung erreichen. Seit dem 1. Januar 2011 ist Hoefer Mitglied des Gravenbrucher Kreises, in dem die führenden überregional tätigen Insolvenzverwalter Deutschlands zusammengeschlossen sind.

Zu seinen bekanntesten Verfahren und Sanierungen zählen der international tätige Felgenhersteller ATS, der Dienstleistungsspezialist ComBase, der Dachziegelhersteller Trost Dachkeramik und die Automobilzulieferer AKsys, FAGRO sowie Utescheny.

Außerdem konnte Hoefer den Musikinstrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth, mehrere Unternehmen der Meffert- und der CORONET-Gruppe und das St. Josefs Krankhaus in Viernheim erfolgreich sanieren.

Hoefer ist Senior Partner der seit 1987 auf Insolvenzverwaltungen spezialisierten Hoefer | Schmidt-Thieme Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter. Für Hoefer | Schmidt-Thieme sind bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte tätig.
 

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

 

Hoefer | Schmidt-Thieme

Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Soldnerstraße 2

68219 Mannheim

 

Medienkontakt Insolvenzverwalter

 

Matthias Braun

ergo Unternehmenskommunikation

Venloer Straße 241 - 245

50823 Köln

 

Telefon: 0221 912887-46

Fax: 0221 912887-77

Mobil: 0160/97222936

E-Mail: matthias.braun@ergo-komm.de



  • PDF
  • Sie können diese Seite versenden/ empfehlen
  • Druckversion dieser Seite

2011

Kontakt, Foto: Gerd Altmann pixelio.de

Web CMS Software | CMS (Content Management System) Papoo auf www.verwalter.de! 270079 Besucher