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PM 21.01.11: Pfirmann-Bau plant Sanierung im Insolvenzverfahren umzusetzen

  • Tobias Hoefer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt

  • An allen 10 Baustellen wird in vollem Umfang weiter gearbeitet

  • Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die rund 100 Mitarbeiter in die Wege geleitet, keine Gehaltsrückstände

 

Pforzheim, 21. Januar 2011. Das bekannte Pforzheimer Bauunternehmen Erwin Pfirmann GmbH + Co. KG plant, sein Sanierungskonzept jetzt auf dem Weg eines Insolvenzverfahrens umzusetzen. „Wir können die durch finanzielle Altlasten bedingte Restrukturierung unseres Unternehmens trotz voller Auftragsbücher nicht aus eigener Kraft stemmen. Deshalb haben wir heute Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, um so Pfirmann-Bau und das Tochterunternehmen Seyfried Bau GmbH wieder auf eine gesunde, zukunftsfähige Basis zu stellen. Das deutsche Insolvenzrecht gibt uns hierzu gute Möglichkeiten“, so die Geschäftsführer Steffen Stüber und Jean-Pierre Schill.

Positive Fortführungsperspektive nach erster Bestandsaufnahme

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter für Pfirmann-Bau und die Tochtergesellschaft Seyfried Bau GmbH in Höfen an der Enz bestellte das Amtsgericht Pforzheim den Sanierungsexperten und Fachanwalt Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack Hoefer. „Nach meinen ersten Eindrücken vor Ort sehe ich eine positive Fortführungsperspektive für beide Betriebe. Von Seiten der Gläubigerbank habe ich bereits erste Signale bekommen, dass sie die Fortführung unterstützen will. Deshalb können wir auch an allen gegenwärtig 10 Baustellen in vollem Umfang weiter arbeiten“, betonte Hoefer. Positiv bewertete Hoefer auch die Tatsache, dass die Löhne für die insgesamt rund 100 Arbeitnehmer für Dezember noch bezahlt wurden und keine Lohnrückstände aufgelaufen sind. Dadurch könne man den Insolvenzgeldzeitraum nutzen, um die Restrukturierung umzusetzen. „Wir können so alle Mitarbeiter ohne Einschränkungen weiter beschäftigen und haben zeitlich ausreichend Spielraum, um eine dauerhafte Lösung zu finden“, zeigte sich Hoefer zuversichtlich. Voraussetzung sei allerdings, dass die Auftraggeber, Lieferanten sowie Nachunternehmen Pfirmann-Bau und Seyfried-Bau weiter die Treue hielten und die Betriebe auch bei weiteren Ausschreibungen berücksichtigt würden. Hoefer und die Geschäftsführung informierten am Freitagnachmittag auch gemeinsam die Mitarbeiter über den aktuellen Stand, die grundsätzlich positiven Aussichten und die bereits auf den Weg gebrachte Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes. Damit erhalten die Beschäftigten weiterhin pünktlich ihr Geld und sind zunächst bis Ende März vor Einkommensausfällen geschützt. Das Insolvenzgeld wird in Höhe des vollen Nettoarbeitsentgeltes für die Dauer von drei Monaten gezahlt, wobei der Höchstbetrag durch die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung vorgegeben ist. Die Geschäftsführung der Erwin Pfirmann GmbH + Co. KG und der Seyfried Bau GmbH hatte in den vergangenen Wochen ein Sanierungskonzept erarbeitet, um die aufgelaufenen finanziellen Altlasten zu bewältigen. Allerdings konnte darüber mit den Gläubigern bis Donnerstagabend keine Einigung erzielt werden. „Damit fehlten uns die Mittel, um die anstehenden Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, so dass wir Insolvenzantrag stellen mussten“, so Geschäftsführer Steffen Stüber. Pfirmann-Bau hat sich in den über 55 Jahren seines Bestehens in ganz Baden- Württemberg einen Namen als Spezialist für Ingenieurbau und den Schlüsselfertigbau bei Industrieprojekten gemacht. Schwerpunkte der Bautätigkeit sind neben Gewerbebauten auch Klärwerke und Regenüberlaufbecken. Das Tochterunternehmen Seyfried Bau in Höfen an der Enz ist vorwiegend im Tiefbau tätig. Im letzten abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten die beiden Unternehmen einen Umsatz von insgesamt rund 14 Mio. Euro.

Weitere Informationen

Der Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Hoefer ist auf Sanierungen im Zuge von Insolvenzverfahren spezialisiert. Die von ihm mit gegründete Kanzlei Hack Hoefer beschäftigt bundesweit an acht Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte. Zu den bekanntesten Insolvenzverwaltungen bzw. Sanierungserfolgen von Hack Hoefer zählen die international tätigen Konzerne AKsys (Automobilzulieferer) sowie ATS (Felgenhersteller), Unternehmen der Meffert- und der CORONET-Gruppe, der Musikinstrumentehersteller Schreiber & Keilwerth sowie verschiedene Betriebe der Maschinenbauindustrie. Für nähere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

 

Vorläufiger Insolvenzverwalter

 

Tobias Hoefer

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack Hoefer

Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter

Stuttgarter Str. 41

75179 Pforzheim

 

Medienkontakt

 

Sebastian Brunner

Communications&consulting

Telefon: 0175/5604673

E-Mail: fsbrunner@aol.com



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2011

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